Kontrolldiagnosen aktueller Drogenpolitik

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Ein Symposium des Schildower Kreises / Veranstaltungsort: Universität Bremen

Von Drogenprohibition, von der damit verbundenen Repression und deren negativen Folgen für Individuum und Gesellschaft, ist in den Massenmedien, aber auch in der Fachöffentlichkeit seit einiger Zeit kaum noch die Rede. Von einer Entspannung seitens der Verfolgung und Verachtung illegaler Substanzen, ihrer Konsumenten und Händler lässt sich trotz allem nicht sprechen. Auf nationaler Ebene ist zu beobachten, dass Cannabiskonsumenten und -verkäufer abseits der großen medialen Aufmerksamkeit wesentlich repressiveren Kontrollen unterworfen sind als noch vor einigen Jahren, z.B. nach Beschlagnahmungen von Headshop-Kundendatenbanken.

Alternative Kontrollformen (jenseits des Strafrechts) werden in Anschlag gebracht, und für neue Strafverschärfungen bedarf es nicht einmal mehr einer Skandalisierung. Auf internationaler Ebene hat die UNO – angesichts von 100 Jahren Drogenkontrolle – gerade eine positive Jubiläumsbilanz gezogen. Bereits ein Jahr vor der Evaluationskonferenz in 2008 lag jedoch schon die Strategie für die nächsten Jahre fest, welche die simple Fortführung der Bekämpfungsmaßnahmen vorsieht.

Der Schildower Kreis – ein Zusammenschluss von Experten aus Wissenschaft und Praxis – möchte mit diesem Symposium die schädlichen Folgen der Drogenprohibition wieder den Blick der Öffentlichkeit bringen.

Programm – Samstag, der 9. Mai 2009

Zeit Programmpunkt
ab 9:00 Uhr Ankunft + Kaffee
9:30 – 9:45 Begrüßung
10:00 – 11:00 Axel Klein: Kulturelle Dimensionen in der Drogenkontrolle
11:15 – 12:15 Nicole Krumdiek: Drogenprohibition: UN-Drug-Conventions vs. Human Rights
12:00 – 13:00 Stephan Quensel: Prohibitions-Politik und Common Sense: Best interests and good intentions.
13:00 – 14:00 Mittagspause (Verpflegung vor Ort gegen Unkostenbeitrag)
14:00 – 15:00 Helmut Pollähne: Abstinenzweisungen: Alte und neue Formen eines Sonderstrafrechts
15:15 – 17:15 Kathrin Schrader: Selbsttechnologien drogengebrauchender Sexarbeiterinnen im Kontext neoliberaler Regime
17:30 – 18:30 Lorenz Böllinger: Sozialpsychologische Sicht zu Mechanismen der Angst und Angsterzeugung
18:30 – 19:00 Abschlussdiskussion

Für die Raum- und Verpflegungsplanung benötigen wir bis zum 15. März 2009 eine Anmeldung. Bitte mailen (oder faxen) Sie uns Ihre Anmeldung. Die genaue Raumangabe, Anfahrtsweg etc. bekommen Sie im Anschluss
zugeschickt.

Schicken Sie bitte folgende Angaben an: bettina.paul@uni-hamburg.de oder per Fax an +40/42838-2328: Vor-/Name, Institution, E-Mail

Weitere Informationen: Henning Schmidt-Semisch / Universität Bremen, Grazer Str. 2, 28334 Bremen; Tel. 0421/218-3164; schmidt-semisch@uni-bremen.de

(Tagungsorganisation: Stephan Quensel, Lorenz Böllinger, Bettina Paul – Schildower Kreis)

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